berühren

Einer der wichtigsten Grundsätze im Shiatsu und allgemein in meiner Arbeit ist die absichtslose Berührung. Durch offene Präsenz versuche ich zu lauschen, was der Körper gerade braucht. Welche Bereiche berührt, bewegt oder integriert werden möchten. Welche Botschaften in auffälligen Stellen verborgen sind.

Der tiefe Kontakt mit solchen Bereichen ermöglicht Entspannung und Integration auf verschiedenen Ebenen. In stiller Achtsamkeit lasse ich mich von gelerntem Wissen und Intuition führen. Mein Wegweiser darin ist das Meridian-System der chinesischen Medizin. Das bewusste annehmen dieser Art von Berührung, lenkt das Bewusstsein nach innen und die Körperwahrnehmung verändert sich.

 

bewegen

In unserer bewegten Welt, reich an Ablenkung und Reizüberflutung, ist es notwendig, still zu werden. In all den äusseren Bewegungen inne zu halten, um überhaupt innere Bewegungen oder Blockaden wahrnehmen zu können. Alles was uns im Aussen bewegt, ist in irgend einer Form auch im Innern vorhanden. So zum Beispiel Prägungen und Verletzungen aus unserer Geschichte, wie auch unser Potential, unsere Kraft und Bestimmung. Das Unterbewusstsein führt uns geduldig immer wieder in Situationen, die es uns ermöglichen, zu lernen, zu (er)wach(s)en und zu heilen.

Als Therapeutin versuche ich, die inneren Bewegungen zu unterstützen und den Menschen näher an seine eigene Körperweisheit zu führen. Wenn wir bewusst, innerlich frei und beweglich werden, verändert das unser gesamtes System.

sein

Mit zunehmendem Körper-Bewusst-Sein verfeinert sich die Wahrnehmung deutlich. Wenn wir lernen achtsam mit unserem Körper zu sein, erkennen wir Veränderungen lange bevor Symptome entstehen. Es ist das Aufstellen der Nackenhaare, das Bauchgefühl, ein flüchtiger Gedanke, ein Traum und all die feinen Regungen, die wir leider oft verlernt haben, zu beachten. Durch den Kontakt mit der inneren Wahrheit, beginnen wir bewusst zu SEIN und vertrauensvoll ja zu sagen, zu dem was IST. Unser Selbst beginnt sich zu entfalten und wir lernen immer mehr die Person zu werden, die wir zu sein bestimmt sind.

 

«Wer tanzt wie eine Feder,

brüllt wie ein Löwe,

wer weint wie der Regen und

ruht wie die Nacht,

der hat die Länder seiner Seele durchschritten,

die hat gelebt, geliebt, gelacht und gelitten

ist dabei ganz geworden»

Lied von Ursula Seghezzi